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Lateinamerika auf Schweizer Tournee
Distributor|25.06.2026

Lateinamerika auf Schweizer Tournee

Rund 100 Zuchtinteressierte aus Mexiko, Ecuador, Kolumbien und Peru reisten im Juni mit Swissgenetics durch die Schweiz, um Schweizer Genetik dort zu erleben, wo sie entsteht: auf den Betrieben.

Angelo Pozzatti, Export Sales Manager

Vom 6. bis 14. Juni 2026 durften wir eine grosse Delegation aus Lateinamerika in der Schweiz willkommen heissen. Rund 100 Teilnehmende aus Mexiko, Ecuador, Kolumbien und Peru nahmen an der Swissgenetics-Tour 2026 teil. Während einer intensiven Woche erhielten sie Einblick in die Schweizer Rassenvielfalt, in unterschiedliche Betriebssysteme und in die Arbeit von Züchterfamilien, die Schweizer Genetik tagtäglich mit viel Fachwissen, Engagement und Herzblut weiterentwickeln.

Ceferino Riveros aus Peru erzählt mit glänzenden Augen von seine Reise

Reise durch die Schweizer Zuchtlandschaft

Die Tour führte die Gäste quer durch die Schweiz – von der Ostschweiz über Graubünden und in die Zentralschweiz, das Mittelland und in die Westschweiz. Im Zentrum standen nicht nur Stiere, Zuchtwerte und Programme, sondern vor allem die Menschen hinter der Genetik: Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter, Familien, Mitarbeitende und Gastgeber, die ihre Türen öffneten und ihre Arbeit mit grosser Offenheit präsentierten.

Kultureller Auftakt in Appenzell

Nach der Ankunft in Zürich startete die Reise mit einem kulturellen Tag in der Region Appenzell. Die Gäste besuchten die Appenzeller Schaukäserei, lernten Appenzeller Bierkultur kennen und erhielten einen ersten Eindruck davon, wie eng Landwirtschaft, Landschaft, Tradition und regionale Wertschöpfung in der Schweiz verbunden sind.

Fachlicher Austausch rund um Braunvieh

Anschliessend begann das Fachprogramm mit Brown Swiss und Original Braunvieh. Besuche bei der Familie Cadalbert, beim Plantahof in Parpan und Landquart sowie bei Niklaus Looser zeigten den Gästen die Stärke und Vielseitigkeit der Braunviehzucht. Gerade für Märkte in Lateinamerika, in denen Funktionalität, Anpassungsfähigkeit, Leistung und Langlebigkeit entscheidend sind, sind solche Einblicke besonders wertvoll. Auf den Betrieben wurde sichtbar, was Schweizer Genetik ausmacht: Kühe, die nicht nur auf dem Papier überzeugen, sondern im Alltag funktionieren.

Gesellige Momente auf dem OB-Betrieb von Niklaus Looser.

Bei Swissgenetics in Mülligen

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei Swissgenetics in Mülligen. Dort erhielten die Gäste Einblick in die Arbeit hinter der internationalen Genetik: Stierhaltung, Verarbeitung, Qualitätssicherung und Logistik. Für viele Teilnehmende war dies ein wichtiger Moment, um zu verstehen, wie viel Präzision, Verantwortung und Fachwissen nötig sind, bevor eine Samendose ihren Weg in die Welt findet. Bei der Stierpräsentation überzeugten die Stiere und weckten das Interesse an Samendosen.

Besuch bei Swissgenetics in Mülligen

Besuche auf HO und RH Betrieben

Auch Holstein und Red Holstein standen auf dem Programm. Die Betriebe von Christian Hauri, Stefan Käser, David Flury, Beat von Allmen und der Mattenhof zeigten moderne Schweizer Milchviehbetriebe mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Gäste konnten direkt mit den Betriebsleitenden diskutieren, Fragen stellen und die Tiere im Stall beurteilen. Genau dieser direkte Austausch ist für internationale Besucher besonders wertvoll – denn Vertrauen entsteht nicht in einer PowerPoint-Präsentation, sondern am Futtertisch.

Zu Besuch bei Familie von Allmen.

Besuche auf SI und SF Betrieben

Mit Swiss Fleckvieh und Simmental lernte die Gruppe auch zwei wichtige Schweizer Zweinutzungsrassen kennen. Die Besuche bei CE Schläfli + Paillard, Gilbert Christen, Daniela und Adrian Stotzer sowie Hansruedi Mast zeigten eindrücklich, wie Schweizer Betriebe Milch, Fleisch, Fitness und Funktionalität miteinander kombinieren. Besonders für Regionen mit vielfältigen Produktionsbedingungen bietet diese breite genetische Basis interessante Perspektiven.

Zu Besuch bei Familie Stotzer.

Abschluss mit Swissness und Höhenblick

Zum Abschluss des Fachprogramms kehrte die Tour nochmals zur Brown-Swiss- und Original-Braunvieh-Zucht zurück. Die Besuche bei Marco Bachmann, Franz Annen, Rafael Stalder und Franziska Duss rundeten das Bild der Schweizer Braunviehzucht ab. Beim offiziellen Schweizer Abendessen mit Swissgenetics wurde die intensive Woche gemeinsam abgeschlossen – inklusive Jodel-Einlage. Ein bisschen Swissness darf sein. Oder anders gesagt: Wer nach einer Woche Kühen, Bergen, Busfahrten und Fachgesprächen noch nicht weiss, wo er ist, weiss es spätestens beim Jodeln. Am Samstag ging es dann noch hoch hinaus, genauer mit der Dampfzahnradbahn aufs Brienzer Rothorn.

Starke Partnerschaft mit Lateinamerika

Für Swissgenetics International war die Tour ein starkes Zeichen der Partnerschaft mit Lateinamerika. Mexico, Ecuador, Kolumbien und Peru sind wichtige Märkte mit engagierten Partnern, interessierten Züchterinnen und Züchtern sowie grossem Potenzial für Schweizer Genetik. Der persönliche Austausch vor Ort stärkt das Vertrauen und zeigt, dass Schweizer Zuchtarbeit weit über Zahlen und Kataloge hinausgeht.

Begegnungen, die bleiben: Momente für Klein und Gross, für unsere südamerikanischen Partner und für Swissgenetics – mit Erinnerungen, Verbindungen und Freundschaften weit über die genetische Zusammenarbeit hinaus.

Ein besonderer Dank gilt allen Züchterfamilien und Betrieben, die ihre Türen geöffnet haben. Sie haben den Gästen nicht nur Tiere gezeigt, sondern auch ihre tägliche Arbeit, ihre Überzeugungen und ihre Leidenschaft für die Zucht. Genau diese Offenheit macht solche Besuche möglich – und genau sie prägt das Bild, das internationale Gäste von der Schweizer Landwirtschaft mit nach Hause nehmen.

Die Swissgenetics Tour 2026 hat eindrücklich gezeigt: Schweizer Genetik ist international gefragt. Ihre stärksten Botschafterinnen und Botschafter stehen jedoch nicht nur im Katalog, sondern in den Schweizer Ställen.

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